
kollektiv
das sind wir
Rapilento wurde 2019 als Tanzkollektiv von Ilona Siwek und Meret Wasser gegründet und versteht sich als Produktionsbasis für die beiden festen Mitglieder Siwek und Wasser und deren Projekte jeglicher Art, zu denen die beiden Künstlerinnen projektbezogen Gasttänzer*innen, Dramaturg*innen, Musiker*innen und / oder Gäste aus weiteren Kunstsparten einladen. Die diversen Projekte reichen sowohl von Kurzstücken über abendfüllende Produktionen für erwachsenes Publikum – während Rapilento zugleich für die Plattform Tanz ein junges Publikum erreicht. 2024 hat Rapilento den Sitz von Biel nach Basel gewechselt.
Für ihre Arbeiten verstehen Siwek und Wasser Rapilento als Konglomerat künstlerischen Schaffens und kreativen Seins, in dem alles (Un-)Mögliche an der Schnittstelle von Tanz, Musik und Theater entstehen kann – wobei der künstlerische Fokus auf einer physischen Auseinandersetzung und Aushandlung gesellschaftlich relevanter Themen liegt.

Meret Wasser
absolviert 2008 das Tanzintensivjahr am Tanzstudio Akar in Bern und vertieft ihre Tanzausbildung anschliessend in New York am Alvin Ailey American Dance Theater und an der Martha Graham School of Contemporary Dance. 2014 schliesst sie den Bachelorstudiengang Musik und Bewegung/Rhythmik der Hochschule der Künste Bern ab. Danach ist sie an zahlreichen Bühnenproduktionen beteiligt, u.a. am Theater Orchester Biel Solothurn als Tänzerin in King Arthur (Choreographie Teresa Rotemberg). 2016 setzt sie ihr Studium mit einem Kooperationsmaster zwischen der Universität Bern in Theater- und Tanzwissenschaften und der Hochschule der Künste Bern in Musik und Bewegung/Rhythmik mit Schwerpunkt Performance fort. Im Rahmen dieses Studiums realisiert sie verschiedene Stücke wie beispielsweise frei geboren oder déplace-toi, das u.a. in Berlin aufgeführt wird und tanzt in Joachim Schlömers Musikstationendrama L’Europe sauvage. 2017 ist sie Teil des Künstlerkollektivs Te Hononga, das im gleichen Jahr das Stück Flussgeflüster – Gardienne de la rivière, ein Tanzritual im öffentlichen Raum, in Biel zur Aufführung bringt. Im Januar 2019 schliesst sie ihr Masterstudium mit der Tanzperformance body in body out ab, in der sie dem Verhältnis zur eigenen Körperlichkeit nachspürt. Dafür erhält sie die Bestnote. Im selben Jahr gründet sie mit Ilona Siwek das Kollektiv Rapilento. Seit 2013 realisiert sie ebenfalls diverse Vermittlungsprojekte im Bereich Tanz und Performance, dergleichen mehrere MUS-E Projekte, diverse Aufführungen mit ihren TanzschülerInnen (2017 Der kleine Schneemann, 2018 danza espanola und danse française) und 2019 die Klangreise Peer Gynt in Zusammenarbeit mit dem JSOB und der Musikschule Biel, wo sie als Choreographin und Regieassistentin mitwirkt. Neben ihren Engagements als Tänzerin, Performerin, Choreographin und Dramaturgin unterrichtet Meret Tanz und Musik in Bern und Solothurn und ist Mitglied des Performancekollektivs Tri- Tonus.

Ilona Siwek
beginnt 2011 ihre künstlerische Ausbildung an der Ecole internationale de Théâtre LASSAAD in Brüssel, wo sie 2013 ihr Diplom erlangt. 2017 schliesst sie den Bachelorstudiengang Musik und Bewegung/Rhythmik der Hochschule der Künste Bern ab. Seit 2014 wirkt sie mit bei unterschiedlichen Tanz- und Theaterproduktionen. Mit der Theatercompagnie Ce Qui Reste kreiert sie 2015 das Stück Karakorum zum Thema Krebsschicksal. Im Tanzstück Flussgeflüster - Gardienne de la rivière (2017) mit dem Kollektiv Te Hononga trifft sie Meret Wasser. 2019 gründen die beiden das Kollektiv Rapilento, welches sich tänzerisch mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt. Im selben Jahr zeigt Ilona Siwek ihr Solostück Dounia in Biel/Bienne. 2021 kommt das Stück drunter und drüber auf die Bühne, die erste gemeinsame Arbeit von Wasser und Siwek. Seit 2015 setzt sich Ilona intensiv mit der Tanzform Contact Improvisation auseinander. 2020 erhält sie einen Förderbeitrag Continuer vom Kanton Bern, um ihr künstlerisches Schaffen zu vertiefen. Sie befasst sich unter anderem mit Fragen nach Vielfalt und Potenzial innerhalb von begrenzten Räumen. 2022-23 absolviert Ilona die neunmonatige Weiterbildung Dance Intensive an der Tanzfabrik Berlin. 2023 tanzt sie im Stück Atem bei der Dance Company Anja Gysin mit. Aktuell arbeitet sie an ihrem zweiten Solo trances d’ombres auf der Spuren ihrer ungarischen Grossmutter.
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Anouk Lehner
wurde 1988 in Biel/Bienne geboren und kam auch da schon in jungen Jahren mit dem Afrikanischen Tanz in Berührung. Im Alter von elf Jahren trat sie dem Kinder-Jugend-Ballett (KiJu-Ballett) unter der Leitung von Christina Schilling, bei. Die Gruppe konnte im In- und Ausland (u.a. Deutschland, Finnland, Brasilien) Erfolge feiern. Während dieser Zeit konnte sie auch an verschiedensten Workshops von Merlin Nyakam, Elsa Wolliaston, Ismael Ivo und Koffi Kôkô teilnehmen und ihre Technik verfeinern. Nach dem Matura Abschluss (Schwerpunkt Musik) bildete sie sich in New York in den unterschiedlichsten Tanzstilen weiter (u.a. Modern Dance, Ballett und Zeitgenössischer Tanz). Nach einem halben Jahr zog es Anouk aber zurück nach Europa und sie begann die dreijährige Ausbildung zur Bühnentänzerin bei danceworks in Berlin. Nach der Ausbildung arbeitete sie für ein Jahr als Tänzerin und Choreografin in Berlin. Darauf folgte ein halbes Jahr in Israel, dank des Dance Journey Programms der Kibbutz Contemporary Dance Company und ein Intensiv-Workshop „The March“ im Senegal (West-Afrika), in der école des sables (Germaine Acogny). Seit sechs Jahren ist Anouk zurück in der Schweiz und vermittelt ihr Tanz-Wissen an Kinder und Erwachsene weiter. Zudem wirkt sie in verschiedenen Tanzprojekten in der Schweiz, Hamburg und in Berlin mit. Im August 2018 schloss sie den MAS-Studiengang in Dance Science an der Universität in Bern ab.

Meret Rufener
absolviert 2016 ihre Ausbildung zur professionellen Tänzerin an der bewegungs-art in Freiburg i.B. Anschliessend gründet sie zusammen mit Sarah Herr aus Mannheim das 5elefants tanzkollektiv. Die beiden Tänzerinnen forschen an der Schnittstelle von Tanz und Akrobatik. 2016 entstehen die Kurzstücke hand.haben und 2talk2. 2017 das abendfüllende Stück Zustände in Bewegung und das Tanztheaterstück Eimer im Eimer für Kinder ab 4 Jahren. Die Produktion PULL feierte 2020 am BETA Stage Festival in Bern Premiere. Als Tänzerin war Meret u.a. in Tanz der Elementarteilchen von Maja Brönnimann (2017) und 2019 in Domino Race des Kollektivs F am Tanzfest Bern zu sehen.

Lea Trachsel
studiert von 2011 bis 2014 im Bachelorstudiengang an der Hochschule der Künste in Bern Musik und Bewegung/Rhythmik. Anschliessend bildet sie sich tänzerisch in New York am Peridance Capezio Center und am Alvin Ailey American Dance Theater und in Bern am Tanzstudio Akar weiter. Seit 2014 arbeitet Lea als Musik- und Bewegungspädagogin und unterrichtet Tanz an verschiedenen Schulen in Biel. Neben ihren pädagogischen Tätigkeiten realisiert Lea verschiedene künstlerische Projekte wie zum Beispiel 2013 das Tanzduett in the Backyard mit Meret Wasser. 2013 tanzt sie im Stück Ricoletto am Theater Orchester Biel Solothurn und 2014 mit Meret Wasser in der Schweizer Erstaufführung von Der Kreuzweg von Thomas Gabriel unter der Leitung von Mischa Matter. Seit 2015 verwirklicht sie diverse Vermittlungsprojekte mit Kindern, wie zum Beispiel Das Dschungelbuch, das sie 2016 mit einer 4. Klasse der Primarschule Bözingen zur Aufführung brachte oder Flügendi Muus, ein Stück mit und für Kinder, das 2017 in Bern gezeigt wurde.



